Lebende Legenden:

Unsere Dirigenten

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Künstlerischer Leiter

Gerald Mair

Gerald Mair ist einer der talentiertesten jungen österreichischen Dirigenten seiner Generation. In wenigen Jahren hat er bereits ein umfangreiches Repertoire vom Barock bis ins 20. Jahrhundert dirigiert. Einen Höhepunkt bildete sein Zyklus sämtlicher Symphonien, Solokonzerte und Ouvertüren Beethovens im Jahr 2016, der den glanzvollen musikalischen Rahmen der Oberösterreichischen Landesausstellung bildete.

Diese Konzertreihe wurde so enthusiastisch von Publikum und Presse aufgenommen, dass die Aufführung der 9. Symphonie noch am selben Tag wiederholt werden musste.

Bereits mit Anfang 20 wurde Gerald Mair zum Chefdirigenten des Symphonieorchesters Lienz ernannt, mit dem er seither in jeder Saison ein weitgefächertes Repertoire im Rahmen der regelmäßigen Abonnementkonzerte zur Aufführung bring und damit auch außerhalb Tirols gastiert.

Seit mehreren Jahren wirkt er bei den Opernfestspielen in Gars am Kamp (Niederösterreich) mit. Im Juni 2018 übernahm er die Einstudierung der Alpensinfonie von R. Strauss, ein ambitioniertes Kooperationsprojekt zwischen den Hofer Symphonikern und der Klangvereinigung Wien.

Seine musikalische Ausbildung begann im Alter von 7 Jahren mit Klavierunterricht, sein Hauptinstrument wurde der Kontrabass. Er absolvierte ein umfangreiches Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in den Fächern Kontrabass, Dirigieren, Musikpädagogik und Kulturmanagement, das er mit dem „Magister artium“ abschloss. Zusätzlich verfolgt er ein vertiefendes Dirigierstudium bei Manfred Huss, der ihm die Lehre Hans Swarowskys vermittelt. Als dessen Assistent wirkte er bei Konzerten und CD-Produktionen der Haydn Sinfonietta Wien (auf historischen Instrumenten) mit, um sich mit der historischen Aufführungspraxis auseinanderzusetzen.

Gerald Mair hospitierte bei Konzerten von Christoph von Dohnanyi mit dem Philharmonia Orchestra London und den Wiener Symphonikern (Werke von Ives, Schönberg, Berg, Beethoven, Brahms, Schumann, Schubert). Daneben besuchte er Kurse von Ralph Weikert und Johannes Wildner, die vor allem dem Opernrepertoire gewidmet waren.

Johannes Wildner

Johannes Wildner studierte Dirigieren, Violine und Musikwissenschaft in Wien und in Italien und ist heute einer der führenden österreichischen Dirigenten seiner Generation. Seine Zeit als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Orchesters der Wiener Staatsoper prägte seinen Dirigierstil und sein Musizieren nachhaltig.

Nach Positionen als Chefdirigent der Prager Staatsoper und als Erster Ständiger Dirigent der Oper Leipzig war Johannes Wildner von 1997-2007 Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen (Recklinghausen, Deutschland), die auch das Opernorchester des Theaters in Gelsenkirchen ist. Von 2010-2014 war Johannes Wildner Erster Gastdirigent des BBC Concert Orchestra in London. Seit 2014 ist er Intendant des Opernfestival Oper Burg Gars und Universitätsprofessor für Dirigieren an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.

Ab 2019/2020 ist Johannes Wildner auch Chefdirigent des Sønderjyllands Symphony Orchestra in Sønderborg (Dänemark).

Er steht regelmäßig am Pult großer Opernhäuser, wie des New National Theatre Tokyo, des Teatro Carlo Felice in Genua, der Arena di Verona, der Oper Leipzig, der Oper Graz, des Salzburger Landestheaters sowie der Staatsopern Prag und Zagreb. Er dirigiert bedeutende Orchester wie das London Philharmonic und das Royal Philharmonic Orchestra, die St. Petersburger Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Dresdner Philharmoniker, das Orchestra Sinfonica Siciliana (Palermo), das Bergen Philharmonic Orchestra, die Wiener Symphoniker, das Tokyo Philharmonic, das China und das Hongkong Philharmonic oder das Shanghai Symphony Orchestra.

Johannes Wildner hat mehr als 100 CDs, DVDs und Videos aufgenommen, darunter die Gesamtaufnahmen der „Fledermaus“, Live-Mitschnitte von „Carmen“, „Le Nozze di Figaro“ und „Così fan tutte“, sowie die 3. und 9. Symphonie von Anton Bruckner, das Gesamtwerk für Klavier und Orchester von Robert Schumann mit dem Pianisten Lev Vinocour, Beethovens Violinkonzert (Solist: Alexandre Da Costa) und 7. Symphonie mit dem Taipei Symphony Orchestra, ebenso wie Werke von vergessenen Komponisten wie d’Erlanger und Braunfels mit dem BBC Concert Orchestra.

Michael Zlabinger

Der österreichische Dirigent Michael Zlabinger wurde 1984 in Wien geboren. Er studierte Orgel- und Kirchenmusik sowie Dirigieren und Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, bei Manfred Huss und Prof. Ralf Weikert in Luzern. Während seines Studiums besuchte er Meisterkurse bei Bernard Haitink und Pierre Boulez. Als Ensemblemitglied der Haydn Sinfonietta Wien eignete er sich früh eine umfassende Kenntnis der Musik und Aufführungspraxis der Wiener Klassik an. Mit dem von ihm gegründeten Kirchenmusikensemble Chor und Camerata Mariabrunn brachte Michael Zlabinger außerdem einen Großteil des oratorischen Repertoires von Bachs bis Bruckner zur Aufführung.

2011 war Michael Zlabinger als Assistent von Christoph von Dohnányi für die Neuproduktion von Schönbergs „Moses und Aron“ zum ersten Mal am Opernhaus Zürich engagiert. In der darauffolgenden Spielzeit betreute er an der Volksoper Wien als musikalischer Assistent und Bühnenmusikdirigent u.a. „Salome“, „Madama Butterfly“, „Die lustigen Weiber von Windsor“, „Die Entführung aus dem Serail“, „Hänsel und Gretel“ und „Gianni Schicchi“. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Michael Zlabinger auch mit Ingo Metzmacher: als dessen musikalischer Assistent war er bei den Salzburger Festspielen und am Teatro alla Scala in Mailand (Zimmermanns „Die Soldaten“) sowie bei den Berliner Philharmonikern engagiert. In dieser Funktion war er zudem 2013/14 am Grand Théatre de Genève für die Neuproduktion von Wagners Ring, 2015 an der Wiener Staatsoper für „Lady Macbeth“ von Mzensk sowie beim DSO Berlin für Schönbergs „Jakobsleiter“ verpflichtet.

Im November 2013 leitete Michael Zlabinger am Opernhaus Zürich die Uraufführung von Marius Felix Langes Oper „Das Gespenst von Canterville“. Zuvor hatte er dort als Assistent von Marc Albrecht eine weitere Produktion von Zimmermanns „Die Soldaten“ betreut. In der Folge dirigierte er in Zürich außerdem den Ballettabend Notations, die Abenteueroper „Robin Hood“ von Frank Schwemmer und das Ballett „Woyzeck“ (Choreographie: Christian Spuck). Im Frühjahr 2016 war er am Opernhaus Zürich außerdem als Chordirektor ad interim für die Neuproduktionen von Rihms „Hamletmaschine“, Purcells „King Arthur“ sowie die Wiederaufnahmen von „Don Pasquale“, „Der fliegende Holländer“ und „Rigoletto“ verantwortlich. Im Anschluss daran folgte die Einstudierung von „Salome“ am Teatro Carlo Felice in Genua und „Elektra“ im Rahmen der Eröffnung des neuen Opernhauses in Athen als musikalischer Assistent von Fabio Luisi.

Zu den Höhepunkten der aktuellen Spielzeit zählt Michael Zlabingers Debüt am Teatro Real in Madrid - erneut mit Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“.

Konzerte und CD Aufnahmen führten den Dirigenten darüber hinaus u.a. nach Belgien, Holland, Spanien oder die Schweiz, wo er u.a. die Lucerne Festival Strings, das Luzerner Sinfonieorchester, das Orquesta sinfónica de Las Palmas oder die Filarmonia Oltenia dirigierte. Als Stipendiat des Österreichischen Ministeriums für Unterricht, Kultur und Kunst nahm er im Frühjahr 2013 außerdem an Projekten des New World Symphony Orchestra unter der Leitung von Michael Tilson Thomas in Miami Beach teil. Im April 2015 gab Michael Zlabinger am Opernhaus in Daegu sein Süd-Korea-Debüt mit Donizettis „L’elisir d’amore“, im Frühjahr 2017 war dort erneut für Mozarts „Così fan tutte“ engagiert.